March 14, 2020

Heimarbeit - Technik

In den aktuellen Zeiten, in denen der zwischenmenschliche Kontakt wegen Viren auf ein Minimum beschränkt werden soll, schaffen es vielleicht auch mehr deutsche Unternehmen ihren Mitarbeitern Heimarbeit zu ermöglichen. Ich war ja immer erschüttert, wie schwer es den Unternehmen und den darin arbeitenden Autoritäten fällt, ihren Mitarbeitenden das zu erlauben. Den Sinn dahinter, jeden Tag stundenweise Zeit im Verkehr zu verbringen habe ich nie verstanden, nur um dazwischen die Zeit mit Schreibtischarbeit zu verbringen.

Selbst in meinem näheren Umfeld glauben viele aufgeklärt Personen nicht, dass das funktioniert. Meiner Meinung nach, muss sich in vielen Unternehmen vieles ändern, damit das funktioniert, aber es bietet einen wesentlichen Vorteil für Unternehmen und Mitarbeitende. Ich will hier ein bisschen dazu schreiben, was wichtig ist um ein funktionierenden Heimarbeitsplatz zu ermöglichen, technisch und sozial.

Zur Technik: Es gibt natürlich viele Anbieter von Videokonferenzen. Da ich gerne OpenSource nutze und auch kein System bezahlen will, das mir keinen klaren Vorteil bietet, nutze ich meist Jitsi. Ich bin der Meinung, dass das gut funktioniert, es basiert auch auf WebRTC und ich werde nicht nach einer dreiviertel Stunde rausgeworfen, was bei Zoom der Fall ist, wenn man nicht bezahlt.

Gute Erfahrung habe ich mit dem eingebauten Mikrofon und Lautsprechern in meinem Notebook gemacht, mein System passt die Lautstärke des Mikrofons auch automatisch an. Ausserdem habe ich Kopfhörer mit Mikrofon, die auch sehr gut funktionieren und die haben nur zwölf Euro im Saturn gekostet. Der Vorteil meines Setups ist, dass ich keine Kopfhörer oder Mikrofone laden muss, weil das alles eingebaut bzw. an der Leine ist und somit umgehe ich das Problem, dass mir der Saft dafür ausgeht.

Mit Jitsi und Browsern hat man auch selten das Problem, dass noch Updates eingespielt werden müssen bevor es losgehen kann. Das ist bei spezieller (proprietärer) Videokonferenz-Software mglw. eher der Fall. Screensharing funktionert bei mir auch soweit, außer dass ich meinen extrabreiten Bildschirm nicht komplett teilen kann. Da scheint es eine Begrenzung zu geben.

Der nächste Artikel wird die Arbeitsweise behandeln, die zur besseren Zusammenarbeit im Heimbüro hilft.

Tags: remote zusammenarbeit